Der einzigartige USA-Westküsten-Guide (Teil I)

 Wir sind in den USA angekommen! Und wir erleben so unglaublich viel in dieser kurzen Zeit. Deswegen ändert sich nun die Struktur meiner Artikel: Viel Spaß mit dem ersten Teil meines einzigartigen Westküsten-Guides.

In meinem Guide werde ich euch in mehreren Teilen all die tollen Orte vorstellen, die wir auf unserer Route besucht haben. Heute machen Joshua Tree Nationalpark, Grand Canyon Nationalpark, Lower Antelope Canyon und Monument Valley den Anfang.

Joshua Tree Nationalpark

Nachdem wir einige Tage an der Küste entspannt hatten, war der Joshua Tree Nationalpark unser erster Stop auf unserem Weg gen Osten. Der Weg dorthin führte uns auf recht kleinen Highways direkt durch das Coachella Valley, eine riesige Wüstenlandschaft. In den Nationalpark fuhren wir in Joshua Tree. Schon früh morgens war es sehr heiß, so dass wir froh waren, nicht im Hochsommer hier zu sein.

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Der Nationalpark ist bei Kletterern sehr beliebt, was an den vielen, leicht zugänglichen Felswänden liegt. Auch wir haben viele Kletterer beobachten können.

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Vom Keys View hat man einen tollen Blick über das Coachella Valley und die umliegenden Städte.

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Am Skull Rock haben wir ebenso Halt gemacht. Der Skull Rock ist, wie der Name schon sagt, ein riesiger Schädel aus Sandstein.

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Weitere tolle Punkte im Park sind der Cholla Cactus Garden und die Cottonwood Spring, beide leider diesmal nicht auf unserer Route gelegen.

Wo?

Der Joshua Tree Nationalpark in Kalifornien liegt östlich von Los Angeles zwischen den Highways 62 und 10. Wir sind nördlich des Parks entlang gefahren und dementsprechend auch von da aus in den Park hinein gefahren. Auf der Südseite gibt es auch einen Eingangspunkt.

Übernachtung?

Leider waren alle Campingplätze im Nationalpark schon belegt, so dass wir eine Alternative suchen mussten. Nahe Yucca Valley am Highway 62 wurden wir in Pioneertown fündig: Ein einfacher Campingplatz mit Toiletten, der an einer verlassenen Westernstadt lag (http://pioneertowncorrals.biz/CampCorrals.html). Die Main Street war für Touristen wieder hergerichtet und hatte ein tolles Flair.

Grand Canyon Nationalpark

Der Grand Canyon ist für fast alle Menschen ein Begriff. Am Colorado River gelegen ist der Park seit 1979 auch UNESCO Weltkulturebene und wenn man diesen Ort mit eigenen Augen sieht, dann weiß man auch warum.

Wir hatten zwei Tage für den Grand Canyon geplant, auch hier kann man deutlich mehr Zeit verbringen. Aus Süden aus der Stadt Williams kommend, fährt man direkt nach dem kleinen Ort Tusayan in den Nationalpark. Hier ist deutlich zu erkennen, dass im Sommer hier die Menschenmassen erwartet werden: Riesige Parkplätze, Shuttlebusse durch den Nationalpark und mit Abstand der größte Eingang in einen Nationalpark, den wir gesehen haben. Auch jetzt im Oktober waren noch viele Menschen da.

Das Grand Canyon Village ist gut ausgestattet. Es gibt einen General Store mit Deli (leckeres, presiwertes Frühstück), einige Restaurants, Lodges und ein wahrlich großes Visitor Centre. Direkt hinter dem Visitor Centre, nur fünf Gehminuten entfernt, kann man auch schon den ersten Blick in den Grand Canyon werfen. Und diesen Anblick werden wir in unserem Leben nicht mehr vergessen!

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Entlang der Kante des Canyon verläuft ein gut ausgebauter Wanderweg, den wir entlang liefen. Jeder Ausblick war atemberaubend. Zum Sonnenuntergang kamen wir noch einmal hierher zurück und genossen das schwindende Licht.

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Am zweiten Tag unseres Aufenthalts im Grand Canyon Nationalpark erkundeten wir den Weg zum Hermits Rest. Man kann entweder den kompletten Weg entlang des Canyons wandern oder den Shuttle (März – Oktober) nutzen. Der Shuttle stoppt an neun Aussichtspunkten auf seinem Weg zum Hermits Rest. Wir fuhren erst ein Stück mit dem Shuttle und liefen dann ein Stück den Canyon entlang.

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Entlang der Strecke gibt es viele beeindruckende Aussichtspunkte. Der Weg ist einfach zu gehen und es gibt immer wieder Bäume, die Schatten spenden.

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Wir genossen den Grand Canyon sehr. Jeder, der die Möglichkeit hat, diesen Ort mit eigenen Augen zu sehen, sollte dies tun!

Wo?

Der Grand Canyon Nationalpark liegt im Norden Arizonas und erstreckt sich entlang des Colorado River für ca. 350 Kilometer. Es gibt zwei populäre Punkte, um den Grand Canyon zu besuchen: die südliche Seite („South Rim“) mit den meisten Besuchern oder die ruhigere, nördliche Seite („North Rim“). Im North Rim sind die Einrichtungen vor Ort nicht das ganze Ort geöffnet.

Übernachtung?

Wir haben im Grand Canyon Village im South Rim auf einem Campingplatz des Nationalparks zwei Tage geschlafen. Der Campingplatz (Mather Campground: http://www.nps.gov/grca/planyourvisit/cg-sr.htm#CP_JUMP_153552) liegt sehr schön und ist mit vielen Bäumen bewachsen. Die Plätze liegen einigermaßen weit auseinander und sind mit Feuerstellen und Picknickbänken ausgestattet. Es gibt Toiletten und ein zentrales Duschhaus am Eingang des Campingplatzes. Waschsalon ebenso vorhanden.

Lower Antelope Canyon & Monument Valley

Der Antelope Canyon ist ein von außen unscheinbarer Canyon mitten im Nirgendwo in der Nähe von Page. Aber eine Tour durch den Canyon lohnt sich, denn was sich unter der Erde verbirgt sollte man mit eigenen Augen gesehen haben.

Der Canyon ist in zwei Abschnitte eingeteilt, der Upper und der Lower Antelope Canyon. Der Upper Canyon ist breiter und leichter zugänglich. Dadurch sind hier aber auch mehr Besucher. Wir haben uns für den Lower Antelope Canyon entschieden. Beide Canyons liegen in einem Indianer Reservat, zu dem man Eintritt zahlen muss und man kann beide Abschnitte nur mit einer Tour besichtigen. Unser Touranbieter war Ken’s Tours (http://lowerantelope.com/ , 20$ pro Person), der sehr zu empfehlen ist.

Nach einem kurzen Weg beginnt der Abstieg in den Canyon. Über fünf steile Treppen steigt man bis zum tiefsten Punkt des Canyons und läuft während der folgenden Stunde kontinuierlich wieder Richtung Oberfläche.

Der Anblick im Canyon ist eigentlich nicht zu beschreiben. Der Stein ist durch Wind und Wasser geformt und bildet unglaubliche Formen. Hinter jeder Windung erstrahlt der Canyon in einer anderen Farbe und man kann sich gar nicht satt sehen.

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Fazit: Unbedingt angucken!

Auf unserem weiteren Weg Richtung Osten kamen wir am Monument Valley vorbei. Hier sieht es aus wie in zahlreichen Filmen und Werbungen. Roter Sand so weit das Auge reicht und dazwischen immer wieder beeindruckende Steinformationen, die Monuments. Nachdem man am Eingang Eintritt ins Indianerreservat bezahlt hat, kann man auf eigene Faust einen 17 Meilen langen Scenic Drive machen. Vorsicht, nicht befestigte Straße! Alternativ sind auch Touren durch das Monument Valley möglich.

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Wir fuhren die Strecke mit unserem eigenen Auto und brauchten dafür ca. 2 Stunden. Die Sicht änderte sich immer wieder und wir hatten Glück das kaum Besucher da waren. So konnten wir viele der Aussichtspunkte ganz alleine bestaunen.

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Fazit: Monument Valley war wirklich fabelhaft. Beim nächsten Mal würden wir definitiv hier übernachten.

Wo?

Der Lower Antelope Canyon liegt in Arizona direkt an der kleinen Stadt Page. Ganz in der Nähe ist auch der Horseshoe Bend, ebenfalls sehr zu empfehlen! Das Monument Valley liegt weiter östlich an der Grenze von Arizona und Utah an dem Highway 163. Wir haben diese beiden Attraktionen an einem Tag besichtigt, deswegen fasse ich sie hier auch unter einem Punkt zusammen.

Übernachtung?

Wir haben eine Nacht in Page geschlafen, um am nächsten Tag gleich morgens in den Lower Antelope Canyon sein zu können. Geschlafen haben wir im Motel 6. In Page gibt es auch einen riesigen Walmart, wo man seine Vorräte auffüllen kann. Im Monument Valley haben wir nicht übernachtet, es gibt dort aber ein Hotel und mehrere Campingplätze, die auch cabins anbieten.

Und bald geht es weiter mit Teil II, seid gespannt!

2 Kommentare

  1. Oh wie herrlich. Eure Route kann man jedem USA-Besucher empfehlen! Eigenes Auto nehmen und die Nationalparks zwischen Highway No1 und Grand Canyon/Bryce C./Zion C. ansehen. Da kann gibt es so viel auf kurzer Distanz zu sehen. In der Nähe der Antelope Canyons gibt es noch weitere Slot Canyons, die vom Wasser geformt sind, wie die Coyote Buttes – die waren damals leider geschlossen, da am Tag nur 10 Leute oder so reingelassen werden 🙁

    Seid ihr mit Auto/PKW und Zelt unterwegs oder habt ihr einen Camper und ward damit auf den Campgrounds?

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