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Der einzigartige USA-Westküsten-Guide (Teil II)

Nach dem ersten Teil meines Guides für die Westküste der USA folgt heute nun die Fortsetzung. Auf unserem weiteren Weg durch dieses atemberaubende Land erwarteten uns noch einige weitere Highlights!

Arches & Canyonlands Nationalpark

Diese beiden Nationalparks in Utah gehören definitiv auf eine Route durch den Westen der USA. Wir haben beide Nationalparks an einem Tag besucht, es lohnt sich aber sicher, hier länger zu bleiben oder sogar in einem der Parks zu übernachten.

Der Arches Nationalpark ist berühmt für die vielen, aus Sandstein geformten Steinbögen (engl.: arches). Neben diesen Steinbögen gibt es aber noch zahlreiche weitere bizarre Steinformationen hier zu entdecken.

Anders als viele andere Nationalparks ist der Arches Nationalpark nur an einem Eingang zugänglich, der im Süden des Parks liegt. Dadurch kann es oft zu einer langen Schlange und dementsprechenden Warteschlangen kommen. Durch die exponierte Lage und wenig Bäume wird es im Park im Sommer extrem heiß, genug Wasser, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung sind ein Muss! Selbst im Oktober, als wir hier waren, war es immer noch 30 Grad warm und die Sonne brannte unerbärmlich vom Himmel.

Vom Eingang führt eine Straße durch den kompletten Park mit zwei Nebenstraßen, die ebenso gut befahrbar sind. Schon direkt nach den ersten Kurven wartet das erste Highlight: die Park Avenue.

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Park Avenue ist ein Canyon aus rotem Sandstein, durch den ein Wanderweg führt. Die Canyonwände wurden durch Wind und Wasser in Millionen von Jahren in surreale Formen geformt. Ein Gegensatz bilden die grünen Pflanzen, die überall wachsen und den harschen Bedingungen trotzen.

Folgt man der Straße weiter, kommt der Sheep Rock ins Blickfeld. Bevor der Sheep Rock vor sehr lamger Zeit seine Form erhielt, war hier ein Steinbogen zu sehen, der den Sheep Rock mit den Bergen links verbunden hatte.

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Folgt man der ersten Abzweigung von der Hauptstraße kommt man zu einigen beindruckenden Felsformationen: Double Arch, Parade of Elephants, North Window, South Window und Turret Arch.

Wir machten eine kurze Wanderung zum Double Arch sowie zu den beiden Windows und dem Turret Arch.

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Die Arches werden durch Bodenbewegung, Wasser, Eis und Wind geformt. Der Untergrund des Parks ist ein riesiges Salzbett und macht dadurch den Grund darüber sehr unstabil. Dadurch wird sich der Park auch immer weiter entwickeln und verändern.

Weitere Highights, die wir nicht mit eigenen Augen gesehen haben, sind der Devils Garden und der Delicate Arch.

Östlich des Highways 191 liegt der Canyonlands Nationalpark. Durch den Green River und den Colorado River ist der Nationalpark in drei Einheiten aufgeteilt, the Needles, the Maze und Island in the Sky. Islands in the Sky ist der Abschnitt, der am besten ausgebaut und am Einfachsten zu erreichen ist. The Needles ist etwas abgelegener und dadurch weniger frequentiert. Wer totale Einsamkeit sucht, sollte the Maze besuchen. Dafür ist ein entsprechendes Auto (4WD) und ausreichend Verpflegung und Wasser notwendig!

Wir besuchten „nur“ den Abschnitt Island in the Sky, der im Norden des Parks gelegen ist. Wer hier eine kleine Wanderung machen möchte, sollte unbedingt den Mesa Arch besuchen.

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Dieser Arch bildet einen beindruckenden, natürlichen Bilderrahmen für die Felsen, die dahinter gelegen sind. Wir waren am späten Nachmittag dort und mussten diesen magischen Platz nur mit wenigen anderen Menschen teilen.

Ebenso ein wirklich beeindruckender Ort ist der Green River Lookout.

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Von der Aussichtsplattform hat man einen phantastischen Blick auf das Hochplateau und kann toll erkennen, wie die Flüsse den Nationalpark teilen. Ein Sonnenuntergang bei klarem Himmel muss hier unvergesslich sein.

Ebenso zu empfehlen sind der Upheaval Dome und der Grand View Point Overlook, die wir wegen einbrechender Dunkelheit nicht mehr besuchen konnten.

Wo?

Die beiden Parks liegen in Utah westlich bzw. östlich am Highway 191. Guter Ausgangspunkt für die Erkundung ist das Städtchen Moab mit einem umfangreichen Visitor Centre. Im Ort gibt es viele unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preisklassen.

Übernachtung?

Kane Springs Campground (http://www.moab-utah.com/kanesprings/) etwa vier Meilen außerhalb am Colorado River. Der Camping Platz ist sehr einfach (Plumpsklo) und sehr groß (Duschen waren ewig weit weg). Einchecken an einer Seif-Service Station und dann kann man sich einen Platz auf dem Gelände aussuchen. Feuerstellen vorhanden.

Capitol Reef Nationalpark

Diesen kleinen Nationalpark haben wir nur durch Zufall auf der Landkarte gesehen und haben uns kurzerhand dazu entschieden, den Park in unsere Route einzubauen. Der Weg zum Park führt entlang des Highway 24. Man kann entweder auf dem Highway bleiben, der durch den Park führt, oder aber einen Scenic Drive entlang fahren, der 8 Meilen Richtung Süden geht.

Der erste Halt am Scenic Drive sollte auf jeden Fall der Fruita Orchard sein. Hier haben im späten 18. Jahrhundert die Mormonen eine Siedlung gegründet und den Obstgarten angelegt. Heute gibt es noch ein altes Farmhouse und den besagten Orchard. Äpfel, Pfirsiche, Kirschen, Birnen und Aprikosen wachsen hier zu den entsprechenden Jahreszeiten und können selbst gepflückt werden. Leider war die Saison schon vorbei als wir hier waren.

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Ebenso berühmt ist der Capitol Reef Nationalpark für eine 100 Meilen lange Erdfalte, die vor 65 Millionen Jahren entstanden ist. Im Park sieht man viele unterschiedliche Erdschichten, die alle in verschiedenen Farben erstrahlen.

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Am Highway 24 kann man noch Steinmalereien bestaunen, die von den Bewohnern der Siedlung hinterlassen wurden.

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Wo?

Im Herzen von Utah gelegen findet man diesen Nationalpark am Highway 24. Unbedingt am Visitor Centre anhalten und sich eine kostenlose Karte besorgen! Der Highway 24 führt durch den Park und man muss auch Eintritt bezahlen, wenn man unterwegs nicht halten möchte. Die nächste größere Stadt im Westen ist Torrey, im Osten ist es Hanksville.

Übernachtung?

Am Orchard im Nationalpark ist ein Campingplatz mit einigen Plätzen. Man kann nicht reservieren sondern muss vor Ort schauen, ob noch Platz ist. Wir haben in Torrey in einem Motel übernachtet. In Torrey gibt es ca. ein Dutzend Übernachtungsmöglichkeiten, Campingplätze und ein Visitor Centre mit WLAN.

Bryce Canyon & Zion Nationalpark

Diese beiden tollen Nationalparks wollten wir auch auf unserem Weg besuchen, leider machte uns da das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Hagel und Gewitter sowie dicker Nebel machten es unmöglich, irgendetwas dieser beiden Parks zu sehen oder gar dort zu übernachten. Sehr schade!

Las Vegas

Keine Westküsten Tour ohne einen Stopp in der Stadt der Sünde.

Wir verbrachten hier drei Nächte, eine Nacht länger als geplant aufgrund des heftigen Unwetters im Zion Nationalpark. Als wir in Las Vegas ankamen, empfing uns die Stadt mit überschwemmten Straßen und leichtem Chaos – auch hier hatte es ordentlich geregnet und gestürmt.

Sogar in unserer Hotellobby regnete es durch!

Eigentlich haben wir nicht viel gemacht in Las Vegas. Natürlich haben wir etwas Geld verspielt, sind über den Strip gelaufen,

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waren auf dem Stratosphere Tower,

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und waren in der Outlet Mall shoppen.

Uns hat die Stadt und die Atmosphere etwas überwältigt. Es prasseln unzählige Eindrücke auf einen ein und man kommt eigentlich gar nicht hinterher mit dem Verarbeiten. Was vielleicht aber auch daran lag, dass wir vorher so viel Zeit in der Natur verbracht haben! Gerade die riesigen Casinos mit den unzähligen Slotmachines und Spieltischen waren unglaublich. Trotzdem bin ich froh, dass wir einen Stopp in Las Vegas eingelegt haben.

Wo?

In Nevada gelegen, ist Las Vegas auf mehreren Highways sehr einfach zu erreichen. Es gibt auch einen Flughafen, so dass man auch seinen Urlaub hier starten könnte.

Übernachtung?

Wir haben unser Hotelzimmer im Stratosphere Hotel & Casino ca. eine Woche vor unserem Aufenthalt gebucht. Wir haben dafür das Portal www.hotwire.com genutzt. Dort kann man einen Bezirk und eine Kategorie auswählen und erfährt erst nach der Buchung, in welchem Hotel man unterkommt. Dafür sind die Preise unschlagbar günstig, wir haben pro Nacht ca. 40 $ gezahlt. Achtung, viele Hotels in Las Vegas nehmen eine Resortgebühr, bei uns betrug diese 20 $ und musste vor Ort bezahlt werden.

Unser Hotel lag am nördlichen Ende des Strip, fast direkt an der Las Vegas Outlet Mall.

Death Valley Nationalpark

Nach den drei Tagen Stadtleben in Las Vegas erwartete uns das krasse Gegenteil – der Death Valley Nationalpark. Dieser Park ist der trockenste Nationalpark der USA. Grund hierfür sind die vielen Gebirgsketten, die zwischen dem Pazifik und dem Death Valley liegen. Hier regnen sich die Wolken ab, bevor sie über den Park ziehen. Im Death Valley liegt ebenso der niedrigste Punkt der USA mit ca. 85 Meter unter dem Meeresspiegel.

Wir verbrachten einen Tag hier im Death Valley und waren durch Überflutungen leider recht eingeschränkt in dem was wir sehen konnten. Viele Straßen und Aussichtspunkte waren gesperrt. So konnten wir auch nicht zum tiefsten Punkt im Badwater Basin fahren. Stattdessen fuhren wir zum Dantes View. Dantes View ist ein Aussichtspunkt, von dem man in das Badwater Basin und weit darüber hinaus schauen kann.

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Die Landschaft ist wirklich einzigartig, man sieht kaum Pflanzen oder Tiere und sogar im Oktober war es noch über 30 Grad heiß!

Nach unserer Nacht im Park sind wir Richtung Westen gefahren und haben immer wieder auf dem Weg angehalten.

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An den Mesquite Flats Sand Dunes machten wir einen ausgiebigen Fotostopp, bevor wir den Park verließen.

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Was für ein unwirklicher und trotzdem wunderschöner Ort! Gott sei Dank konnten wir trotz der Überflutungen einige Eindrücke aus dem Death Valley mitnehmen.

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Wo?

Das Death Valley liegt an der Grenze von Nevada und Kalifornien. Es gibt vier Eingänge in den Park auf der Ostseite und zwei Eingänge auf der Westseite. Wir sind aus Las Vegas kommend über den Highway 190 gefahren, hauptsächlich weil auf anderen Wegen einige Straßen aufgrund von Überflutung gesperrt waren.

Übernachtung?

Wenn man das Death Valley besucht, dann sollte man unbedingt auch dort übernachten. Am besten auf einem Campingplatz. Warum? Weil wir hier den beeindruckendsten Sternenhimmel in den USA gesehen haben! Das Death Valley liegt sehr weit weg von Städten und deren künstlichen Lichtquellen, so dass nach Einbruch der Dunkelheit nichts die Sicht auf die Sterne trübt.

Wir haben auf einem Campingplatz in Furnace Creek, direkt neben dem Visitor Centre, geschlafen. Der Platz wird nicht vom Nationalpark betrieben und hat somit Duschen, Waschmaschinen und sogar einen Pool. Ebenso gibt es einen kleinen Einkaufsladen und ein Restaurant.

Yosemite Nationalpark

Wenn man mit Anderen über Nationalparks in den USA spricht, dann kommt meist der Yosemite Nationalpark als Erstes zur Sprache. Der wohl bekannteste Nationalpark der Westküste ist wahrlich ein Juwel nach all den trockenen Wüsten und steinigen Canyons. Doch die Bekanntheit kommt mit einem hohen Preis: der Yosemite Nationalpark war mit Abstand der vollste Park, den wir auf unserer Reise besucht haben. Und wir waren in der Nebensaison hier!

Wir ließen uns davon nicht abschrecken und verbrachten zwei Nächte hier, allerdings nicht im Park. Dazu mehr weiter unten!

Wir sind von Osten in den Park gefahren und haben am ersten Tag den Park komplett von Ost nach West durchquert. Am Eingang des Parks hatten wir sogar Schnee! Was für ein Anblick nach den letzten Wochen. Der Weg quer durch den Park ist wirklich wundervoll mit tollen Aussichten auf Seen, Bergketten und unendlich viel Wald. Am Tenaya Lake machten wir Mittag, direkt am See. Auch hier merkten wir, dass es deutlich abgekühlt hatte!

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Am Olmsted Point machten wir Halt und sahen eins der Wahrzeichen des Parks zum ersten Mal: den Half Dome.

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Der Half Dome ist die Spitze eines Granitfelsens, die von vielen Orten im Park zu sehen ist.

Am nächsten Tag machten wir eine Wanderung zu Sequoia Bäumen. Leider war der Mariposa Grove geschlossen, wo wir eigentlich uns diese beindruckenden Bäume anschauen wollten, doch wir fanden eine andere, ebenso tolle Strecke. Im Tulomne Grove findet man Einige tolle Bäume an einer kurzen, 1 Meile langen, Wanderung.  Die Größe der Bäume ist wirklich wahnsinnig und kaum mit der Kamera einzufangen.

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Es gab sogar einen Baum, durch den man durchlaufen konnte!

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Danach fuhren wir in das Yosemite Valley, wo man am Fuß des El Capitan entlang kommt. Der El Capitan ist das andere berühmte Wahrzeichen des Parks und ist dem Ein oder Anderen bestimmt bekannt.

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Das Yosemite Valley ist wirklich ein schöner Ort aber leider sehr überlaufen. Wir fuhren von dort aus Richtung Glacier Point und kamen auf dem Weg dorthin am Tunnel View vorbei. Von hier hat man einen super Blick in das Tal und hat am Ende des Tals den Half Dome und El Capitan.

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Vom Glacier Point aus schaut man ebenso auf den Half Dome und kann zwei Wasserfälle sowie das Yosemite Valley von oben betrachten.

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Nach diesen vielen tollen Eindrücken vom Yosemite Nationalpark können wir einen Besuch uneingeschränkt weiter empfehlen!

Wo?

Der Park liegt in Kalifornien und hat auf der Ostseite einen Eingang, der im Herbst geschlossen wird aufgrund der Witterung. Wir konnten hier aber noch problemlos in den Park gelangen. Auf der Westseite gibt es vier unterschiedliche Eingänge.

Der Highway 120 führt einmal quer durch den Park, auf der Big Oak Flat Road kommt man in das Yosemite Valley.

Übernachtung?

Das Thema Übernachtung im Yosemite Nationalpark ist etwas schwierig. Da wir im Auto schlafen wollten, brauchten wir einen Campingplatz. Die Plätze im Park sind allerdings sehr begehrt, sogar so begehrt, dass alle verfügbaren Plätze schon Monate im Voraus ausgebucht sind! Wir sind dann aus dem Park hinaus gefahren und haben im Stanilaus National Forest einen gemütlichen Platz gefunden, der sogar kostenlos war. Allerdings gab es vor Ort auch nur Toiletten, kein fließend Wasser. Ebenso war der Campingplatz mit sogenannten Bear Boxes ausgestattet, in denen man seine Lebensmittel unterbringen soll. Angeblich sind diese dann sicher vor hungrigen Bären.

Highway 1

Nachdem wir den Yosemite Nationalpark hinter uns gelassen hatten, fuhren wir wieder Richtung Pazifik. Dort wollten wir den berühmten Highway 1 Richtung Süden bis nach Oceanside fahren. Es brachen tatsächlich schon die letzten Tage unserer USA Reise an.

Der Highway 1 ist eine berühmte Straße, die sich an der Westküste der USA entlang schlängelt. Die Straße beginnt nördlich von San Francisco und führt bis nach Los Angeles.

Unser erster Stopp am Meer war der kleine Ort Stinson Beach. Stinson Beach liegt nördlich von San Francisco und ist ein sehr süßes, kleines Fischer-/Surferdorf mit sehr viel Charme.

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Der Strand ist atemberaubend und wahnsinnig lang, so dass wir am ersten Morgen nach dem Frühstück durch den Nebel mehrere Stunden durch den Sand liefen.

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Auch der Sonnenuntergang war sehr schön, bis dahin hatte sich der Nebel dann auch verzogen.

Ganz in der Nähe befindet sich das kleine National Monument Muir Woods. Hier stehen in einem geschützten Waldgebiet einige wunderschöne Redwood Bäume. Diese Bäume sind noch einmal höher als die Sequoias, die wir im Yosemite Nationalpark gesehen haben. Ein gut ausgebauter Weg führt durch die Bäume.

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Wir sind dort auch noch in das Café eingekehrt, auch zu empfehlen!

Claus ist dann von dort aus einen Wanderweg zurück nach Stinson Beach gelaufen, während ich mit dem Auto zurück gefahren bin und am Muir Beach Overlook Halt gemacht habe.

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Nach den geruhsamen Tagen in Stinson Beach sind wir gen Süden aufgebrochen. Erster obligatorischer Halt war die Golden Gate Bridge:

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Wir hatten Glück und konnten die Brücke einige Zeit sehen, bevor sie im Nebel verschwand.

Was einige nun überraschen wird, wir sind nicht nach San Francisco gefahren. Das Wetter (Nebel, Regen, kalt) spielte nicht wirklich mit und ehrlich gesagt hatten wir einfach keine Lust. So fuhren wir durch die Stadt hindurch.

Nach der Stadtgrenze erstreckte sich rechts der Pazifik und links tolle Natur mit Wäldern, Wiesen und ab und zu ein paar Häusern. Genau so hatte ich es mir vorgestellt. Wir ließen uns den Tag über treiben und hielten immer wieder am Straßenrand an.

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Für die nächsten zwei Nächte campten wir im Pfeiffer Big Sur State Park. Ein ziemlich großer Campingplatz mit tollen Stellplätzen, Duschen und Waschmaschinen.

Von hier aus besuchten wir Monterey und das dort ansässige Aquarium. Hier wird die Unterwasserwelt des Pazifik in all seinen Facetten dargestellt.

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Ein wirklich gutes und informatives Aquarium, wo wir fast einen ganzen Tag verbracht haben. Anschließend bummelten wir noch an der Promenade entlang.

Die Strecke entlang der Küste von unserem Campingplatz bis Pismo Beach war für mich der schönste Abschnitt des Highways. Die Küste ist hier sehr rau und felsig, das Wasser sehr aufgewühlt, so dass es tolle Wellen gibt.

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Auch eine Seelöwen-Kolonie haben wir gesehen.

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Auf dem Weg hielten wir in einem kleinen Café an, um uns etwas Wegzehrung zu besorgen. Wir kamen mit dem Besitzer ins Gespräch, der uns erzählte, dass es in Kalifornien seit 5 (!) Jahren nicht mehr nennenswert geregnet hat. Eigentlich unvorstellbar, aber man sieht es wirklich überall. Die Seen haben sehr niedrige Wasserstände, der Boden ist ausgetrocknet und die Bewohner sind angehalten, Wasser zu sparen wo es nur geht.

Übernachtet haben wir in einem tollen Hotel in Pismo Beach, dass auf einer Klippe den Strand überblickte. Auch hier machten wir einen ausgedehnten Strandspaziergang und schauten den Seevögeln bei ihrer Futtersuche zu.

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Von Pismo Beach fuhren wir am nächsten Tag die komplette Strecke bis Oceanside. Hier kehrten wir bei Bekannten ein und konnten unsere USA Reise ausklingen lassen.

Am Tag unserer Abreise fuhren wir nach Los Angeles. Als Erstes fuhren wir zum Griffith Park Observatory, von wo man das berühmte Hollywood Sign sehen konnte.

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Wir besuchten auch eine Show im Planetarium und aßen im Café zum Mittag.

Von dort aus fuhren wir quer durch die Stadt nach Santa Monica. Dort angekommen liefen wir noch einmal am Strand entlang, schauten den berühmten Muscle Beach an und liefen den Pier bis zur Spitze.

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Ein wahrlich toller Abschluss. Die USA ist ein wirklich beeindruckendes Land mit vielen unterschiedlichen Gesichtern und Gegenden. Und wir haben lediglich einen kleinen Teil davon zu Gesicht bekommen!

Aber das nächste große Abenteuer wartet bereits auf uns: Auf nach Neuseeland!

2 Kommentare

  1. Heiliger Strohsack, da habt ihr ja mal stundenlang gesessen um den Artikel zu erstellen. Toller Bericht, war klasse eure Eindrücke zu lesen. Und das verückte ist ja, dass ihr eine ganze Weile dort gewesen seid, aber es auf dem recht kleinen Fleckchen Erde noch so viel Nationalparks und Sehenswürdigkeiten gibt, die auch noch links und rechts neben eurer Route liegen und erkundenswert sind. Dort könnte man jahrelang hinreisen und immer wieder neue Dinge sehen.
    Am Besten war die Aussage, dass ihr nach monatelanger Reise durch die Natur gar keine Lust auf Städteurlaub (Frisco) hattet, sondern weitergefahren seid ;-))
    Bin ganz neidisch, dass ihr den Tioga-Gebirgspass fahren konntet, der ist nämlich das halbe Jahr wegen Wetter und meterhohen Schneemassen gesperrt, da habt ihr richtig Glück gehabt.

    Viel Spaß am anderen Ende der Welt.

    • britzi

      19. November 2015 at 18:44

      Danke! Ja, der Artikel hat etwas länger gedauert, aber trotzdem viel Spaß gemacht. Also eigentlich nur „schöne“ Arbeit 🙂 viele Grüße aus Taupo!

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