Die Zeit rast! Das war mein Gedanke während unserer Überfahrt zurück auf die Nordinsel. Von zehn Wochen waren plötzlich nur noch zwei übrig und wir waren wieder auf dem Weg Richtung Auckland.

Die Überfahrt hatte es in sich, wir hatten ordentlich Wellengang und viele der Passagiere konnten leider ihr Essen nicht bei sich behalten… Dementsprechend froh waren wir, als wir in den Hafen von Wellington einliefen. Die Stadt begrüßte uns mit wirklich gutem Wetter und nicht all zu viel Wind. Direkt von der Fähre aus fuhren wir zum Te Papa Museum, welches wir schon zum zweiten Mal besuchten. Das Te Papa Museum ist das Nationalmuseum des Landes und hat viele Ausstellungen, die man entdecken kann. Neben den Dauerausstellungen über die Flora und Fauna und die Geschichte sowie Kultur des Landes gibt es auch immer wieder lohnenswerte Sonderausstellungen.Und das Beste? Das Museum ist umsonst.

Am nächsten Tag tauchten wir ein in den Trubel der Stadt. Wir liefen die Cuba Street entlang und entdeckten viele tolle Geschäfte und Cafés. Danach stiegen wir in das berühmte Cable Car und machten ein Picknick über den Dächern der Stadt. Mit einem tollen Ausblick!

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Eine Sache, die wir auf unserer Reise unbedingt noch lernen wollten, war surfen. Und welcher Ort eignet sich dafür wirklich gut? Genau, der sogenannte Surf Highway an Neuseelands Westküste. Von Hawera nach New Plymouth führt der Highway 45 immer entlang der Küste. Im Hintergrund immer zu sehen ist der Mt. Taranaki, mal in Wolken verhüllt, mal über Kilometer weit sichtbar. 

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Wir fanden einen tollen Campingplatz direkt am Meer in dem süßen Ort Opunake. Dort haben wir dann auch Surfstunden genommen und waren wirklich begeistert! Das war sicher nicht das letzte Mal, dass wir uns in die Wellen gestürzt haben.

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Nach einigen Tagen Sturm und Regenwetter erreichten wir nach einigen langen Fahrten den Tongariro National Park. Dieser Nationalpark ist in der Mitte der Nordinsel gelegen und der älteste Park des Landes. Er umfasst drei aktive Vulkane und wurde als Kulisse für die „Herr der Ringe“-Trilogie sowie den „Hobbit“ Verfilmungen genutzt. Die wohl berühmteste Ein-Tages-Wanderung Neuseelands, das Tongariro Alpine Crossing, liegt ebenfalls innerhalb dieses Nationalparks.

Schon die Fahrt zu unserem Übernachtungsplatz war atemberaubend und wir waren froh, dass wir an diesem wunderschönen Ort zwei Nächte verbringen konnten.

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Am nächsten Tag erkundeten wir die Umgebung zu Fuß. Wir machten eine Wanderung zu den Taranaki Falls. Erst noch wolkenverhangen, riss der Himmel auf als wir den Wasserfall erreichten und enthüllte eine atemberaubende Landschaft; die Vulkane im Hintergrund, davor weite Flächen mit Gräsern bewachsen und dazwischen immer wieder Geröllfelder.

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Wir konnten uns nur schwer von diesem faszinierenden Platz trennen, doch unsere Abreise rückte immer näher und wir hatten noch ein paar tolle Stationen bis dahin zu besuchen! So trieb es uns auf unserem Weg nach Norden nach Rotorua. Rotorua, gelegen an dem gleichnamigen See, ist eine süße Stadt mitten im geothermischen Gebiet. Überall blubbert es, dampft die Erde und der Schwefelgeruch weht einem um die Nase. Nichtsdestotrotz ist ein Zwischenstopp hier empfehlenswert, da man hier unglaublich viel erleben und unternehmen kann. Wir waren im Waiotapu Thermal Wonderland, dem vielleicht surrealsten Ort unserer Weltreise, und sind zwischen dampfender Erde, blubberndem Matsch, giftgrünem Wasser und dem Champagne Pool spazieren gegangen.

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Das Wetter meinte es gut mit uns und so verbrachten wir den nächsten Tag an dem wunderschönen Lake Tarawera und genossen die Ruhe, das tolle Wetter und einen leckeren Snack zum Mittagessen.

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Unglaublich aber wahr, nun wartete schon die letzte Station vor Auckland auf uns. Für meinen Geburtstag fuhren wir den ganzen Weg nach Piha und verbrachten dort die letzten Tage unseres Roadtrips. Piha liegt an der stürmischen Westseite der Nordinsel, nur 30 Minuten entfernt von Auckland. Der Ort selbst ist winzig mit einem Campingplatz, einem Café und einem kleinen Tante Emma Laden, der Strand hingegen ist der Wahnsinn! Kilometerweit erstreckt sich schwarzer Sand entlang der Küste, die wilde See rollt hinein und man kann die Surfer bei dem Kampf gegen die Naturgewalt beobachten. Ein wahrlich passender Abschluss für unsere Reise.

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Unsere Zeit in Neuseeland neigte sich also dem Ende zu. Wir waren dankbar für unsere tolle Zeit in diesem bezaubernden Land und waren sicherlich nicht zum letzten Mal an diesem schönen Ende der Welt!

Nächster Stopp – Australien….