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Ozeanien, wir kommen! Neuseeland, Südinsel Teil II

Nach knapp drei Wochen auf der Nordinsel wollten wir nun in den Süden aufbrechen und die Südinsel erkunden! Hier der erste Teil unserer Erlebnisse:

Am Morgen unserer Überfahrt fuhren wir also von unserem Campingplatz zum Fährterminal in Wellington. Abgesehen vom eher bescheidenen Wetter (Regen und Sturm), hatten wir die Rechnung auch ohne die Rush Hour gemacht: wir standen tatsächlich im Stau und es bewegte sich kaum vor und zurück!

In allerletzter Sekunde schafften wir es noch pünktlich zum Check-In und stellten beruhigt fest, dass die Fähre auch trotz des Wetters pünktlich ablegen sollte. Die Überfahrt auf die Südinsel dauerte 3,5 Stunden und bot wunderschöne Ausblicke auf die Küstenlinie beider Inseln.

Ferry Nordinsel

Ferry Südinsel

Auf der Südinsel endete die Fährfahrt in dem kleinen, süßen Hafendorf Picton. Hier blieben wir für einige Tage und entdeckten die Umgebung, die Marlborough Sounds. Die Marlborough Sounds sind wunderschöne, grün bewachsene Hügel und Berge, durchzogen von wunderbar blauem, klarem Meerwasser. Es gibt unzählige Buchten mit Traumstränden, Häuser die nur vom Wasser zugänglich sind und wenn man Glück hat, sogar Delphine!

Wenn man in den Marlborough Sounds ist und ein Auto hat, sollte man den Queen Charlotte Drive entlang fahren. Diese 35 km lange Küstenstraße führt von Picton in das kleine Örtchen Havelock. Während der Fahrt hat man immer wieder Ausblicke auf die Küste und das Meer.

Queen Charlotte Drive - Picton

Queen Charlotte Drive

Wir sind nicht auf direktem Weg nach Havelock gefahren, sondern sind noch weiter in die Sounds hineingefahren. Der Weg führte durch Regenwald bis zu einer kleinen Lodge, wo wir einen Kaffee bei bestem Wetter und bester Aussicht genossen.

Marlborough Sounds - Lodge

Tui - Marlborough Sounds

Am nächsten Tag wollten wir die Gegend etwas langsamer entdecken und machten uns zu Fuß auf den Weg. Wir hatten uns den Snout Track rausgesucht, ein dreistündiger Wanderweg entlang der Küste. Der Weg führt die meiste Zeit durch den niedrigen Wald aber es gab genügend Aussichtspunkte.

Snout Track II

Am Queen Charlotte View hatte man eine tolle Sicht in die Sounds hinein.

Snout Track III

Der Weg führte uns noch weiter hinunter bis an die Spitze der Landzunge. Hier machten wir eine Pause in der Sonne bevor es wieder zurück ging.

Snout Track IV

Snout Track I

Von Picton aus fuhren wir nun weiter gen Süden entlang der Ostküste. Die Strecke von Picton nach Kaikoura ist wunderschön, da der größte Teil der Fahrt direkt am Wasser entlang führt. Außerdem kann man an vielen Punkten Seehunde beobachten!

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Das Örtchen Kaikoura ist die beste Anlaufstelle für Whale Watching in Neuseeland. Da wir das Vergnügen schon in Kanada hatten (lies dazu mehr hier: Reif für die Insel?! – Eine Woche Vancouver Island ), machten wir hier nur einen Übernachtungsstopp und fuhren dann weiter nach Christchurch.

Christchurch ist die größte Stadt der Südinsel und liegt an der Ostküste der Insel, vor der Halbinsel Banks Peninsula. In 2010 und 2011 wurde Christchurch von zwei schweren Erdbeben erschüttert, die weite Teile der Stadt zerstört haben. Die komplette Innenstadt befindet sich noch im Aufbau, so dass das Stadtbild derzeit davon sehr geprägt ist. An vielen Stellen sind große Baustellen und riesige Lücken in den Häuserreihen. Die Einwohner lassen sich aber nicht davon unterkriegen, es werden neue, alternative Plätze geschaffen bis der Wiederaufbau abgeschlossen ist. Daher ist die Stimmung in der Stadt relativ gelöst und ein Stadtbummel lohnt sich allemal.

Von Christchurch aus bietet sich ein Besuch der Banks Peninsula an. Die Halbinsel ist innerhalb einer Stunde leicht mit dem Auto erreichbar und lädt dazu ein, einige Tage dort zu bleiben.

Geformt wurde die Halbinsel vor ca. 8 Millionen Jahren von zwei großen Vulkanausbrüchen wodurch die ungewöhnliche Form der Halbinsel entstanden ist, die an ein nach unten geöffnetes Hufeisen erinnert. Akaroa, die kleine Hafenstadt der Halbinsel, ist ein süßes kleines Dorf mit stark französischem Einfluss. Die ersten Siedler, die hier gelandet sind, kamen aus Frankreich und viele der Nachfahren leben heute immer noch in Akaroa.

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Wir haben diesen kleinen Ort zu Fuß entdeckt, an einem Leuchtturm vorbei zu zwei alten Friedhöfen und zurück durch viele kleine Gassen.

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Ebenfalls empfehlenswert ist die Summit Road. Diese Panoramastraße führt entlang des Kraters des erloschenen Vulkans. Man hat einen wundervollen Blick über die Halbinsel und die zahlreichen  Buchten.

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Nachdem wir nun einige Zeit an der Küste verbracht hatten, verschlug es uns nun ins Landesinnere; Lake Tekapo und Lake Pukaki warteten auf uns. Inmitten der Südinsel gelegen, direkt vor den Südalpen sind diese beiden Gletscherseen eins der Highlights unserer Reise gewesen. Lake Tekapo war der erste Stopp und hat uns wirklich beeindruckt. Wir waren dort während der Blüte der Lupinen, die das Ufer des Sees säumen. Die Farben sind einfach der Wahnsinn! Ein Bild, was ich in meinem Leben nicht mehr vergessen werde.

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Direkt neben dem See ist der Mt. John, ein Berg von dem man einen tollen 360 Grad Blick über den See und die umliegenden Berge hat. Unbedingt dort hochfahren und einen Kaffee dort genießen!

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Die Gegend ist seit einigen Jahren ein International Dark Sky Reserve, das bedeutet, dass hier die Lichtverschmutzung minimal ist und somit ein wahnsinniger Sternenhimmel sichtbar ist. Es lohnt sich definitiv, hier etwas länger wach zu bleiben!

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Lake Pukaki besuchten wir am nächsten Tag bei strahlendem Sonnenschein. Von dem Aussichtspunkt am südlichen Ende des Sees hatten wir einen wahnsinnigen Ausblick über den See mit Mt. Cook im Hintergrund.

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Wir fuhren am Lake Pukaki entlang in Richtung Südalpen und gelangten so zum Fuße des Mt. Cook. Mt. Cook ist mit 3724m Neuseelands höchster Berg und liegt im 700 Quadratkilometer großen, gleichnamigen Nationalpark. Die Fahrt in den Nationalpark bot weitere tolle Ausblicke über den Lake Pukaki.

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Tatsächlich hatten wir den kompletten Tag ziemliches Glück, da Mt. Cook so gut wie nie von Wolken verhüllt war. Im Nationalpark entschlossen wir uns, den Hooker Valley Track zu laufen. Der Hooker Valley Track führt entlang eines Gletscherflusses durch ein tolles, alpines Tal über drei Hängebrücken.

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Endpunkt der Wanderung ist der Hooker Gletscher mit einem gewaltigen See davor.

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Und während der gesamten Wanderung kann man den Mt. Cook bestaunen, der ruhig im Hintergrund in der Sonne glitzert. Ein wahrlich perfekter Tag!

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Von Mt. Cook aus verschlug es uns noch weiter Richtung Süden, dazu aber mehr im nächsten Teil der Neuseeland Reihe!

2 Kommentare

  1. Herrliche Bilder, v.a. auf dem Hooker Valley Track. Und der Weg ist krass – kein ebenerdiger Pfad wie in unseren Gefilden, sondern ein Holzwegübers Gras gebaut. Und es heißt die Deutschen seien penibel 🙂

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