Nach wundervollen Tagen im Inland der Südinsel zog es uns so langsam aber sicher wieder an die Küste. Tief drinnen sind wir beide einfach Meeres-Kinder, da können wir nicht lange wegbleiben!

Und die Küste hielt gleich einen wundervollen Höhepunkt für uns bereit: die Moeraki Boulders.

An einem Strand mitten im Nirgendwo kann man bei Ebbe riesige, steinernde Kugeln bestaunen, die durch Jahrtausende im Wasser geformt wurden und irgendwann an den Strand gespült wurden. Einige sind schon in viele Einzelteile zerbrochen, der Großteil dieser überdimensionalen Murmeln sind aber intakt und bieten ein wahrlich unwirkliches Bild.

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Mit Übernachtungsstopp im beschaulichen Oamaru fuhren wir auf die Otago Peninsula. Diese Halbinsel liegt vor Dunedin an der Ostküste und ist ein wahres Tierparadies. Neben Pinguinen kann man hier Seelöwen, Robben, Albatrosse und unzählige Tiere beobachten. Wir hatten leider kein Glück; die Natur hat uns aber trotzdem überzeugt, so dass wir zwei Tage hier verbrachten. Im kleinen Ort Portobello gibt es einen Campingplatz und dazu noch sehr leckeres Eis!

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Dunedin statteten wir auch einen Besuch ab. Eine süße Stadt mit tollen Gebäuden, schottischem Einfluss und unzähligen Studenten. Wer hier vorbeikommt, sollte unbedingt einmal durch die Stadt streifen!

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Von der Ostküste der Südinsel aus ging es für uns noch weiter hinunter gen Süden, so weit bis die Insel vorbei ist: wir waren in den Catlins gelandet. Natur pur, unglaublich viel Platz und kaum Besucher: für uns ein Traum!

Hier hatten wir auch das Glück, Gelbaugenpinguine beobachten zu können. Direkt vor dem Nugget Point steht ein Unterschlupf, in dem wir bei Sturm einige Zeit ausgeharrt haben, bevor sich die kleinen Tierchen blicken lassen haben.

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Neben den Pinguinen war der Ausblick wirklich atemberaubend schön, das Meer sehr aufgewühlt vom Sturm und es tummelten sich einige Seerobben im Wasser.

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Ein kleines Stück die Straße entlang befindet sich der eigentliche Nugget Point. An einem schönen Leuchtturm auf einer Landzunge gelegen ragen schroffe Felsen aus dem Wasser und werden von den tosenden Wellen umspült. Ich hätte hier den ganzen Tag stehen können und dem Naturschauspiel zuschauen können!

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Unsere Fahrt führte uns weiter, immer der Küste entlang, tiefer in diese kaum berührte Region der Südinsel. Bei den Purakaunui Falls machten wir eine kurze Wanderung durch dichten Regenwald bis zu den Wasserfällen.

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 Folgt man dem Highway weiter gen Westen fährt man entlang traumhafter Strände, kleiner Ortschaften und viel Regenwald bis man an den Florence Hill Lookout gelangt. Hier lohnt sich ein Stopp allemal, den Ausblick sollte man nicht verpassen!

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Unser letzter Stopp in den Catlins führte uns zur Curio Bay; das Wetter war unberechenbar, sehr windig und wolkig aber das gab diesem Ort eine mystische Stimmung. Hier ist buchstäblich das Ende der Welt. Nächster Stopp wäre die Antarktis!

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Hier kann man auch einen versteinerten, fossilen Wald bestaunen, den das Meer bei Ebbe freigibt.

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Wenn man ganz im Süden der Südinsel unterwegs ist, dann bietet es sich an, einen kurzen Abstecher nach Bluff zu machen. Hier steht das Gegenstück des Wegweisers, den wir schon am Cape Reinga gesehen haben (lies dazu mehr hier: Ozeanien, wir kommen! Neuseeland, Nordinsel, Teil I). Und wir können nun sagen, dass wir Neuseeland einmal von ganz im Norden bis ganz im Süden durchquert haben. Nicht schlecht, oder?

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Nachdem wir die Catlins hinter uns gelassen haben, führte uns unser Weg weiter entlang der Southern Scenic Route in Richtung Fiordland, das in der südwestlichen Ecke der Südinsel gelegen ist. Der größte Teil dieser Region ist der Fiordland Nationalpark, der mit einer Fläche von ca. 12.000 qkm der größte Nationalpark des Landes ist.

Der Weg dorthin führte uns durch abgelegene Gegenden mit viel Farmland und uns begleitete ein steter Blick auf die imposanten Berggipfel des Parks.

Die größte Attraktion des Fiordlandes ist unbestritten der Milford Sound. Tief im Park gelegen, 120 km entfernt von der nächsten „Stadt“ Te Anau, ist schon die Anfahrt ein Highlight.

Am Walker Creek, einem Gebirgsbach, gibt es riesige Lupinenfelder,

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das Eglinton Valley ist eine endlose Grassteppe, die erst an den gewaltigen Bergen im Hintergrund endet,

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die Mirror Lakes sind an windstillen Tagen ein natürlicher Spiegel für die atemberaubende Kulisse,

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der Homer Tunnel wird durch eine Ampel geregelt und während der Wartezeit kann man Keas hautnah beobachten,

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und wenn man auf der anderen Seite den Tunnel verlässt, blickt man auf das schönste Bergpanorama, dass ich in meinem Leben bis jetzt gesehen habe.

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Wow, was für eine Straße, was für eine Fahrt. Und das eigentliche Highlight wartete noch auf uns: eine Bootstour durch den Milford Sound bis hinaus auf die Tasmanische See. Ich denke, die Bilder sprechen hier für sich!

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