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Ozeanien, wir kommen! Neuseeland, Südinsel Teil IV

Unser Neuseeland Abenteuer ging weiter und es führte uns ins Inland. Dort wartete die Adrenalin Hochburg des Landes auf uns – Queenstown.

Jede erdenkliche Extremsportart ist in diesem kleinen Örtchen zu finden und in der Saison quillen die Straßen hier über vor Touristen. Und Saison ist hier eigentlich immer, was auch an den nahegelegenen Skigebieten liegt. Trubel, viele Leute, hohe Preise? Nicht so unser Stil. Daher nur einen obligatorischen Burger bei Fergburger verspeist (eine Stunde Wartezeit…) und dann raus aus der Stadt! Denn die Umgebung Queenstowns ist wirklich ein tolles Naturspektakel. Der Lake Wakatipu, einer der klarsten Seen der Welt, erstreckt sich weit über Queenstowns Grenzen hinaus. Wir fuhren die tolle Uferstraße entlang Richtung Norden. Dies war tatsächlich eine der schönsten Strecken des Landes!

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Unser Ziel war das Dorf Glenorchy an der Nordspitze des Sees. Hier, wo der Dart River in den See mündet, ist die Welt noch in Ordnung! Das Wetter meinte es gut mit uns und so entdeckten wir den tollen See,

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machten eine Wanderung entlang einer Lagune,

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und fuhren noch etwas tiefer in die Wildnis, wo uns Weideland vor beeindruckender Bergkulisse und ein kristallklarer Fluss erwarteten.

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Glenorchy liegt vielleicht ab von vielen Reiserouten, für mich aber definitiv nicht zu vernachlässigen und immer ein Umweg wert.

Weihnachten rückte nun immer näher und so verließen wir Glenorchy um unser Feiertagsquartier in Wanaka zu beziehen. Wanaka, ebenso Skiort und hipper Treff für Outdoorreisende, ist viel eher unser „Cup-of-Tea“. Trotz des Feiertragstrubels war der Ort sehr nett und es gab viel zu entdecken.

Der Lake Wanaka lädt an heißen Tagen auf jeden Fall zu einer Abkühlung ein!

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Eine etwas andere Sehenswürdigkeit ist die Puzzling World. Hier gibt es in einer Ausstellung unterschiedliche optische Illusionen zu begutachten. Wirklich lustig!

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Draußen gibt es dann noch ein großes Labyrinth unter freiem Himmel. Gar nicht so einfach, hier den Ausgang wieder zu finden.

Für Wanderer und Naturliebhaber ist Wanaka definitiv der richtige Ort. Für jedes Fitnesslevel gibt es in der Umgebung tolle Wanderwege und Nationalparks zu entdecken. Wir entschieden uns für eine Wanderung auf den Mt. Iron. 45 Minuten bergauf und man wird mit einem phänomenalen Ausblick über die Stadt, die Seen und die Berge belohnt. Wir machten die Wanderung an Heiligabend, so ein Weihnachten habe ich tatsächlich noch nicht erleben dürfen.

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Kulinarisch ist uns vor allem ein Burgerladen in Erinnerung geblieben, Red Star. In meinen Augen noch besser als Fergburger und vor allem – nicht so überlaufen.

Nachdem wir Wanaka hinter uns gelassen hatten, führte unser Weg einmal über die Southern Alps an die Westküste der Südinsel. Aufgrund der geographischen Lage dieser Region regnet es hier überdurchschnittlich viel, es gibt Gletscher und natürlich Regenwald zu entdecken.

Auf dem Weg durch die Alpen machten wir Stopp an den Makarora Blue Pools. Eine kurze Wanderung durch den Wald brachte uns an einen Fluss, der sich durch eine Schlucht schlängelte. Das Besondere hier war die Farbe des Wassers, durch und durch türkis und sehr klar. Ich konnte nicht widerstehen und hielt meine Füße ins Wasser und es war wirklich sehr kalt!

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Wenn man aus dem Inland in Richtung Westküste fährt und zum ersten Mal das raue, wilde Meer sieht, ist man einfach überwältigt. Wir hatten dazu noch Glück mit dem Wetter und es war sonnig und warm, wirklich toll. Die Straße führt einige Zeit direkt am Wasser entlang und man muss einfach anhalten!

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Neben dem tollen Küstenstreifen gibt es an der Westküste ebenfalls zwei Gletscher zu entdecken, Fox Glacier und Franz Josef Glacier. Wir machten die Wanderung zum Fox Glacier. Das Besondere dieser Gletscher ist, dass es einige der wenigen Gletscher der Welt sind, die im Regenwald zu finden sind und vergleichsweise nah über dem Meeresspiegel liegen.

Die Wanderung zum Fox Glacier ist kurz und knackig, der Weg führt durch ein tiefes Tal entlang des Gletscherflusses bevor der Aufstieg zum Aussichtspunkt beginnt. Oben angelangt bietet sich ein toller Blick auf die Berge und den eingebetteten Gletscher. Auch hier ist der Klimawandel deutlich zu sehen an der weiten Fläche ohne Vegetation um den Gletscher herum.

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Entlang des gesamten Weges sind viele Warnschilder und Absperrungen zu sehen, die man unbedingt beachten sollte. Der Gletscher ist sehr instabil und deshalb ist es nicht sicher, dort ohne einen Guide herumzuklettern!

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Weiter gen Norden führt der Highway durch den kleinen Ort Hokitika. Der Ort ist nicht wirklich erwähnenswert, wenn man Zeit hat sollte man aber unbedingt einen Abstecher zum Hokitika Gorge machen. 20 Kilometer im Inland gelegen findet man hier eine tolle Schlucht mit surrealem, hellblauem Wasser. Die Farbe und trübe Beschaffenheit des Wassers wird durch das sogenannte „rock flour“ möglich gemacht; Abrieb von Gestein vermengen sich mit dem Wasser und erzeugen den Effekt. Wahnsinn!

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Vorbei an Punakaiki, wo wir die Pancake Rocks bestaunten,

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fuhren wir immer weiter zurück in den Norden der Südinsel. Unser Ziel war der Abel Tasman Nationalpark, wo wir den Jahreswechsel verbringen wollten. Der Abel Tasman Nationalpark, benannt nach dem ersten europäischen Entdecker, der Neuseeland in 1642 gesichtet hat, ist knapp 200 qkm groß und erstreckt sich entlang der Küste. Durch den Park führen viele Wanderwege, wobei der Abel Tasman Coastal Track der bekannteste Track und gleichzeitig einer der Great Walks ist.

Der kleine Ort Marahau, an der Südspitze des Parks gelegen, bietet sich prima als Ausgangspunkt für den Nationalpark an.

Um möglichst viel vom Park sehen zu können, entschieden wir uns, eine Kombitour aus Wassertaxi, Wandern und Kajak fahren zu machen.

Früh morgens ging es los, die erste Strecke legten wir mit einem Wassertaxi zurück. Lustig war, dass man schon an Land auf das Boot klettert, das dann von einem Trecker ins Meer gezogen wird. Skurril!

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Die Fahrt führte entlang des Parks gen Norden, bis wir Torrent Bay erreicht hatten. Hier stiegen wir aus und begannen die Wanderung. 6,4 km ging es immer weiter in den Park hinein. Das Wetter war fabelhaft und der Nationalpark zeigte sich von seiner schönsten Seite.

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Endpunkt unserer Wanderung war Bark Bay. Kristallklares Wasser, heller Sand, ein wunderschönes Paradies!

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Nach der Mittagspause stiegen wir dann in die Kajaks um und entdeckten die Natur vom Wasser aus. Unser Guide konnte uns viel erzählen und wir sahen tolle Strände und Buchten.

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In Onetahuti angelangt, erfrischten wir uns noch im Meer bevor es dann mit dem Wassertaxi die gesamte Strecke zurück nach Marahau ging. Ein rundum gelungener Tag!

Abends gönnten wir uns noch eine fabelhafte Pizza im Parkcafé und hatten einen ruhigen Jahreswechsel auf dem Campingplatz.

Unsere Zeit auf der Südinsel neigte sich dem Ende zu, also machten wir uns wieder auf den Weg nach Picton um die Fähre nach Wellington zu besteigen. Was wir in unseren letzten Wochen auf der Nordinsel erlebten gibt es dann im nächsten und letzten Neuseeland Artikel!

1 Kommentar

  1. Anita Kunzfeld

    19. Februar 2016 at 7:52

    Einfach nur schön!!!

    :-*

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